Die Ankunft in der Antarktis ist schwer in Worte zu fassen: der erste Eisberg, die klare, kalte Luft.
Vor Ort stehen die Westseite der Antarktischen Halbinsel und die Südlichen Shetlandinseln zur Erkundung offen, mit zahlreichen Möglichkeiten. So weit im Süden gibt es etwa 18 Stunden Tageslicht, und die Tage können so ausgefüllt sein, wie Sie möchten.
Das erfahrene Expeditionsteam plant den Ablauf von Tag zu Tag und wählt die Ziele nach Wetter, Eisverhältnissen und Möglichkeiten zur Tierbeobachtung.
In der Regel finden zwei Anlandungen oder Zodiac-Ausfahrten pro Tag statt. Ziehen Sie sich warm an für Fahrten entlang von Eisklippen oder zwischen gestrandeten Eisbergen, bei denen mit etwas Glück Wale, Robben und durchs Wasser springende Pinguine zu sehen sind. Die Zodiacs bringen Sie auch an Land, wo Sie Pinguinkolonien besuchen, historische Hütten entdecken und ausgewählte Orte entlang der Halbinsel erkunden können.
An Land können Sie über Kiesstrände spazieren oder schneebedeckte Grate zu Aussichtspunkten hinaufsteigen, mit Bergen über Ihnen und eisbedecktem Meer unter Ihnen. Haben Sie eine optionale Aktivität gebucht, können Sie daran teilnehmen, sobald die Bedingungen es zulassen. Wer möchte, kann bei geeigneten Bedingungen beim Polar Plunge ganz in das Polarwasser eintauchen. Der Polar Plunge kann jederzeit während der Reise stattfinden, achten Sie daher auf die Durchsagen des Expeditionsteams.
Neben Zodiac-Ausfahrten und Landgängen fährt das Schiff möglicherweise durch enge Meeresstraßen zwischen vorgelagerten Inseln und Festland oder verweilt in Buchten, um wandernde oder fressende Wale zu beobachten. Dann bieten sich die Beobachtungslounge oder die Brücke (geöffnet nach Ermessen des Kapitäns) für ungestörte Ausblicke an. Achten Sie auf das Knarren und tiefe Grollen der Gletscher, wenn Eis ins Meer abbricht.
An Bord gibt es verschiedene Bereiche zum Zusammensitzen und Entspannen, darunter die Glass Atrium Lounge und die Observation Lounge. Im Wellnessbereich befindet sich eine Sauna mit großem Fenster, sodass Sie weiterhin die Landschaft sehen können; Anwendungen buchen Sie an der Rezeption. Gegenüber liegt der Fitnessraum. Außerdem stehen Whirlpools auf dem Achterdeck und eine Bibliothek zur Verfügung.
Die Gestaltung der Decks stellt Wissenschaftlerinnen und Aktivistinnen vor, die sich weltweit für Naturschutz einsetzen und durch Innovation, Bildung und Engagement wichtige Initiativen vorantreiben. In den Gängen der einzelnen Decks lernen Sie diese Frauen kennen:
Dr. Sylvia Earle war die erste Chefwissenschaftlerin der US-Behörde National Oceanic and Atmospheric Administration, ist seit 1998 Explorer-in-Residence von National Geographic und wurde vom Time Magazine als erster „Hero of the Planet“ ausgezeichnet. Ihre Initiative Mission Blue baut ein weltweites Netz von Meeresschutzgebieten auf, den sogenannten Hope Spots. Ihr Projekt Deep Hope soll zwei Tiefsee-Tauchboote bereitstellen, um wissenschaftliche Daten aus bisher unerforschten Meerestiefen zu sammeln.
Dr. Carden Wallace AM ist seit 2014 Principal Scientist Emeritus am Queensland Museum und war von 1987 bis 2003 erste Kuratorin und Direktorin des Museum of Tropical Queensland. Die Korallenexpertin gehörte 1984 zu dem Team, das das Massenlaichen der Korallen entdeckte. 2021 wurde sie für ihre Verdienste um die Meereswissenschaft zum Member of the Order of Australia ernannt.
Joanna Ruxton wurde von Sir David Attenborough als „die Person, die für die Plastikfrei-Bewegung verantwortlich ist“ bezeichnet. Sie arbeitete viele Jahre in der BBC Natural History Unit an der ersten Staffel von „Blue Planet“. Ihr preisgekrönter Film „A Plastic Ocean“ aus dem Jahr 2016 zeigt die Folgen von Plastikmüll für die Meeresökosysteme. 2009 gründete sie Plastic Oceans UK (heute Ocean Generation) mit.
Sharon Kwok gründete 2013 die AquaMeridian Conservation & Education Foundation, um Meeresbildung zu fördern und die nächste Generation für den Schutz der Artenvielfalt im Meer zu gewinnen. Sie ist Vorstandsmitglied von Mission Blue und WildAid sowie Geschäftsführerin der Stiftung.
Bernadette Demientieff setzt sich als Mutter und Fürsprecherin für die Rechte Alaskas und des Volkes der Gwich'in im Nordosten Alaskas und Nordwesten Kanadas ein. Als Geschäftsführerin des Gwich'in Steering Committee kämpft sie für den Schutz der Kalbungsgebiete der Porcupine-Karibuherde im Arctic National Wildlife Refuge vor der Erschließung durch Öl- und Gasunternehmen.
Dr. Asha de Vos ist eine international anerkannte Meeresbiologin aus Sri Lanka und Pionierin der Blauwalforschung im nördlichen Indischen Ozean. Sie gründete Oceanswell, die erste Organisation für Meeresschutzforschung und -bildung in Sri Lanka. Ihr Sri Lankan Blue Whale Project hat zu zahlreichen Forschungsveröffentlichungen geführt und beeinflusst die Walschutzpolitik auf lokaler und globaler Ebene. 2018 zählte die BBC sie zu den 100 inspirierendsten und einflussreichsten Frauen der Welt.
Hanli Prinsloo ist Gründerin und Geschäftsführerin von I AM WATER, einer Meeresschutzstiftung in Kapstadt, Südafrika, die Kindern aus benachteiligten Gemeinden erste Erfahrungen mit dem Meer ermöglicht. Die Meisterin im Freitauchen gründete zudem mit ihrem Mann Peter Marshall I AM WATER Ocean Travel, das Begegnungen mit Meerestieren in kleinem Rahmen anbietet.